Windschutz
© Uwe Ohse
Windschutz
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Am fünften Morgen (wobei es tatsächlich wohl eher Mittag war - an dem Tag kam ich nicht richtig in die Gänge) ging es wieder zur Düne.

Windstärke 6, in Böen bis 8. Zuhause würde ich dabei, wenn nicht wirklich irgendetwas Besonderes los ist, gleich zu Hause bleiben. Und seid mir das aufgefallen ist, frage ich mich warum…

Vom Dünenhafen ging es zum Nordstrand (Robbengarantie), aber bevor ich zum Strand betreten konnte, sah ich eine größere Menge Eiderenten an der Tetrapoden-Buhne vorbei schwimmen. Dabei waren auch etliche Küken, und die konnten einem leid tun, da sie ganz schön zu kämpfen hatten. Ich hatte kein passendes Stativ dabei, wobei ohnehin fraglich gewesen wäre, ob auch mein durchaus stabiles Berlebach hier gereicht hätte (kräftiger, konstanter Wind wäre kein Problem, aber Böen…), und auch fraglich ist, ob ich die beste Szene mit Stativ nicht verpasst hätte, weil ich dafür die Kamera mitten im Film vom Stativ hätte nehmen müssen…
Hm, ja. Manchmal gibt es halt keine perfekte Lösung.

Dann ging es zum Anfang des Strands, wo eine noch größere Gruppe Eiderenten vor den Tetrapoden lag. Die waren nach den bewegten Enten etwas uninteressant, und so widmete ich mich den Rauchschwalben, von denen vier von der Mauer aus mal 10, mal 40 Meter gegen den Wind anflogen, um dann mit dem Wind wieder zurückzufliegen und vor der Mauer zu wenden. Zwischendurch pickten sie etwas am Boden auf… aber was?
Die Versuche, die Tiere im Flug zu erwischen, waren allerdings nicht sehr erfolgreich.

Zwischendurch tauchte auch noch eine Familie Austernfischer auf. Die Küken müssen die ganze Zeit schon in relativer Nähe gewesen sein, aber die Altvögel kamen erst nach einiger Zeit angeflogen, und führen dann ihre Brut langsam ans Wasser heran. Von Fotografen hatten sie offensichtlich eine ähnlich schlechte Meinung wie von Raben…
Nachdem also die Raben, die in der Nähe der Eiderenten waren, den Weg zum Wasser versperrten, und der ach so gefährliche Fotograf den Umweg blockiert, führten die Altvögel die Küken dann wieder zurück, um ein paar Minuten später die Meinung zu ändern, und doch wieder zum Wasser zurück zu gehen.
Zwischendurch allerdings suchten sie mal Schutz vor dem Wind, und dabei entstand das Bild oben.


Später ging es dann zu den Robben, wo sich ein ähnlicher Anblick bot wie am Vortag. Viel Neues gab's nicht, bis auf die einzeln abseits liegende Robbe, die vermutlich zu nahen Kontakt zu einer Schiffsschraube hatte. Kein schöner Anblick…


Nachdem ich da genug hatte, ging es zur Aade, weil ich mal Wellen fotografieren wollte. Eine selten dämliche Idee - da war doch reichlich viel Salzwasser in der Luft, und die Frontlinse wieder frei zu bekommen war gar nicht so leicht. Wie verschmiert sie war, fiel mir allerdings erst auf, als ich versuchte, auf dem weiteren Weg zum Südstrand ein paar relativ nah fliegende Möwen aufzunehmen, und der Autofokus gar nicht packte.

Und während ich mit der Säuberung beschäftigt war, schrie mich plötzlich eine Eiderente an. Was soll ich sagen? Sie hatte Recht - ich war gerade im Begriff gewesen, über ihren Nachwuchs zu laufen. So etwas macht man auch nicht…

Fortsetzung folgt.
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2014-05-28
Natur: Naturdokument ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 408.9 kB, 1000 x 750 Pixel.
Technik:
Panasonic DMC-FZ200, 108mm
1/320 Sekunden, F/4, ISO 100
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Helgoland 2014:
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